WOZU E-MOBILITÄT

Warum E-Mobilität so notwendig ist und warum sie tatsächlich wirkt.

 

Wozu wir E-Mobilität brauchen:

Für die Umwelt! E-Mobilität produziert, auch unter Berücksichtigung der Produktionsenergie zur Herstellung des Fahrzeugs deutliche weniger CO2 als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Je nach Erzeugung des Stromes können 30 bis 90% der Emission an Treibhausgasen eingespart werden.

Anmerkung: Die Lobby der Erdölindustrie publiziert gerne Studien, die darstellen, dass ein E-Fahrzeug gleich „schmutzig“ wäre wie ein modernes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. „Vergessen“ wird dabei zu erwähnen, dass dies nur der Fall ist, wenn sowohl Produktion als auch Betrieb mit aus 100% aus Kohlekraft produziertem Strom stattfinden – ein Szenario, das selbst in Ländern mit geringem Anteil an erneuerbarer Energie nicht vorkommt.      

Für die Gesundheit: Rußpartikel, NOx und viele andere Schadstoffe beeinträchtigen unsere Gesundheit. Alleine in Österreich und Deutschland sterben jährlich rund 25.000 Menschen an durch den Verkehr verursachter Luftverschmutzung. Die Abgase entstehen auch dort wo wir sie genau nicht brauchen: auf Höhe der Kinderwägen.

Eine Kleinstadt jährlich! Ein weiteres Beispiel: Die  Anzahl der Leukämiefälle im Nahbereich stark befahrener Straßen verdoppelt sich für Kinder unter 6 Jahren. Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern die neben Autobahnen wohnen. Lärm ist ein weiterer Faktor der von Elektrofahrzeugen besonders in der Stadt positiv beeinflusst wird.

Für Wertschöpfung im eigenen Land: Milliarden von EURO für fossile Treibstoffe fliessen in Länder und in Organisationen mit fragwürdigen politischen Systemen und Zielen. Eine Vielzahl von Kriegen wurden und werden wegen Erdölprodukten geführt. Die Wertschöpfung für fossile Treibstoffe im Inland ist gering. Elektrische Energie führt zu hoher Wertschöpfung im Inland. Bereits bei der Produktion von Anlagen für erneuerbare Energie kommen zahlreiche Schritte in der Wertschöpfungskette im Inland zum Tragen. Die eigentliche Energieproduktion ist dann über viele Jahre hinweg ein lokales Produkt mit geringen Transport- und Leitungswegen.

 

Ist E-Mobilität wirklich umweltfreundlich, gesund und effizient?

Ein klares Ja ist die Antwort. Eine ausgezeichnete Informationsquelle dazu stellt der Faktencheck des KLIMA und ENERGIEFONDS in Zusammenarbeit mit dem VCÖ dar.

Eine Studie der VUB University Belgien

 publiziert im Guardian  belegt die deutlich bessere Umweltbilanz von E-Autos selbst bei der Nutzung von Kohlestrom: „Electric cars emit significantly less greenhouse gases over their lifetimes than diesel engines even when they are powered by the most carbon intensive energy, a new report has found“

Ist E-Mobilität überhaupt ohne massiven Ausbau der Kraftwerke machbar?

Ja, Eine vollständige Elektrifizierung der gesamten österreichsicehn Fahrzeugflotte PKW und LKW wäre ohne den Ausbau der Kraftwerke bereits heute möglich.  Die benötigte Energie von 20 % für den gesamten PKW Verkehr und weitere 10% für den gesamten LKW Verkehr kann von den derzeit in Betrieb befindlichen Kraftwerken abgedeckt werden, wenn die Ladung zeitoptimiert erfolgt. Die Ladung wird dabei durch das ENIO Ladestellenmanagement automatisiert in die Verbrauchstäler gelegt und dann erhöht, wenn erneuerbare Energie verfügbar ist. Derzeit muss erneuerbare Energie bereits oftmals mit hohen Kosten vernichtet werden da kein Abnehmer verfügbar ist. Das Elektroauto stellt den optimalen Verbraucher dar, der seinen Bedarf nach der Produktion richten kann.

In der nachstehend Grafik wird der Energiebedarfsverlauf in Haushalten und Industrie dargestellt. Die Grüne Kurve stellt die Intensität der Ladung von Elektrofahrzeugen im Zeitverlauf dar. In Zeiten geringeren Bedarfs in den Haushalten wird geladen. In Zeiten, in denen besonders viel erneuerbare Energie zur Verfügung steht, werden Elektrofahrzeuge intensiver geladen. Diese Energiemengen müssen derzeit oft kostspielig vernichtet werden, da dem Angebot keine Nachfrage gegenübersteht. Mit der Elektromobilität wird erneuerbare Energie wieder ein Stück wirtschaftlicher. Ein weiterer Ausbau wird vorangetrieben und kann nicht erneuerbare Energiequellen ersetzen. 

Eine Verschiebung der Last um mehrere Tage ist bei Fahrzeugen mit Reichweiten um die 250km im Regelfall keine Problem.

Strom für Elektromobilität

 

Zum Thema Ressourcenverbrauch – Klimabelastung – Umweltbelastung und Gesundheitsrisiko von fossilen und Elektrofahrzeugen auch eine Grafik aus der Schweiz.

 

Quelle: Der Tagesanzeiger – Schweiz

 

Die nachfolgende Grafik zeigt, dass selbst wenn wir keine alterbative Energie zur Verfügung hätten, der Einsatz des derzeit verwendeteten fossilen Treibstoffs in Kraftwerken zur Produktion von Strom für Elektroautos immer noch zielführender wäre als die weitere Nutzung fossiler Treibstoffe in KFZs.

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Auch wenn die Bahn das umweltfreundlichste Fahrzeug in Bezug auf Emissionen darstellt, das E-Fahrzeug folgt gleich dahinter

GAS, WASSERSTOFF ODER BATTERIEELEKTRISCH?

Bei der Frage nach alternativem Antrieb werden sehr oft Gas und Wasserstof f als Optionen besprochen. In der Gesamtenergiebilanz von der Produktion über den Verbrauch schneiden diese Energien jedoch schlecht ab. Batteriebetreiben Fahrzeuge haben sowohl in der Ökobilanz als auch in der Emission lokaler Schadstoffe einen klaren Vorteil.

Die ganze Studie dazu: Studie des Umweltbundesamts Österreich zur Ökobilanz veschiedener Antriebsarten

 

 

 

 


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