WOZU E-MOBILITÄT

Warum E-Mobilität so notwendig ist und warum sie tatsächlich wirkt

Die vorliegende Seite sammelt Neues aus dem Bereich umweltfreundlicher Individualmobilität mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz, Umweltbelastung und Gesundheitsthemen. Wir stellen hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit aber auf fundierte, wissenschaftlich nachvollziehbare Inhalte. 


DER SPIEGEL – zur Umweltfreundlichkeit der E-Mobilität

Auch die deutsche Presse, die bisher eher der Benzinbruderschaft zuzurechnen war beginnt schön langsam die Vorteile der E-Mobilität für die Umwelt zu erkennen.

DER SPIEGEL – ELEKTROAUTOS DEUTLICH KLIMAFREUNDLICHER ALS FAHRZEUGE MIT VERBRENNUNGSMOTOR


E-Mobilität der Arbeitsplatzkiller? – Nein, im Gegenteil!

Man muss gar nicht sehr alt sein um noch die Firma Kodak zu kennen. Im Jahr 2000 hatte sie noch den höchsten Börsenwert der Geschichte und brachte sogar 1991 eine der ersten Digitalkameras auf den Markt. Bereits 1975 entwickelte Steven Sasson bei Kodak die erste Digital Kamera aber nur als Prototype. Alleine das Beharrungsvermögen großer Unternehmensteile auf der Analogfotografie führten 2013 letztendlich zur Einstellung des Unternehmens.  

Die Geschichte von Kodak zeigt, daß ein Beharren auf alten, auslaufenden Technologien keine Strategie ist. E-Mobilität kommt und daran besteht kein Zweifel mehr. Ein Autohersteller der heute versucht diesen – umwelt- und energiepolitisch – sinnvollen Schritt nicht mitzumachen und zu bremsen wird keine Arbeitsplätze retten sondern alle Arbeitsplätze im Unternehmen riskieren.

Natürlich werden Unternehmen, die sehr fossillastige Produkte liefern, in diesen Bereichen Probleme bekommen. Die Lösung kann aber nicht heissen den Markt aufhalten zu wollen, da ist der Zug oder besser das Elektroauto längts abgefahren, die Lösung heisst neue Produkte im Bereich der E-Mobilität zu finden und Themenführerschaft übernehmen.

Vorstände die quartalsweise denken und die E-Mobilität im vollen Umfang erst nach Ihrer Pensionierung erleben werden sind denkbar ungeeignet heute die richtigen Weichen zu stellen.  

    


Die CO2 Bilanz der Batterieproduktion: besser als oft behauptet.

„E-Autos haben das Potenzial, ihren CO2-Fußabdruck viel substanzieller zu senken, als das Fahrzeuge, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, jemals könnten.“

Das erklärt jetzt der schwedische Journalist Johan Kristensson. Er war es, der 2017 als erster über eine Studie aus Schweden zur CO2-Bilanz von Akkus berichtete, die seither immer wieder als Argument gegen E-Autos dient. Nun stellt sich heraus: Die Aussagen seines Artikels wurden von anderen Medien irreführend wiedergegeben (Quelle: Electrive.net)

Der CO2 Fußabdruck der Batterieproduktion – besser als oft behauptet


Studie der ICCT zur Effizienz von E-Fahrzeugen

Effects of battery manufacturing on electric vehicle life-cycle greenhouse gas emissions mehr…

Wozu wir E-Mobilität brauchen:

Für die Umwelt! E-Mobilität produziert, auch unter Berücksichtigung der Produktionsenergie zur Herstellung des Fahrzeugs deutliche weniger CO2 als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Je nach Erzeugung des Stromes können 30 bis 90% der Emission an Treibhausgasen eingespart werden.

Anmerkung: Die Lobby der Erdölindustrie publiziert gerne Studien, die darstellen, dass ein E-Fahrzeug gleich “schmutzig” wäre wie ein modernes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. “Vergessen” wird dabei zu erwähnen, dass dies nur der Fall ist, wenn sowohl Produktion als auch Betrieb mit aus 100% aus Kohlekraft produziertem Strom stattfinden – ein Szenario, das selbst in Ländern mit geringem Anteil an erneuerbarer Energie nicht vorkommt.      

Für die Gesundheit: Rußpartikel, NOx und viele andere Schadstoffe beeinträchtigen unsere Gesundheit. Alleine in Österreich und Deutschland sterben jährlich rund 25.000 Menschen an durch den Verkehr verursachter Luftverschmutzung. Die Abgase entstehen auch dort wo wir sie genau nicht brauchen: auf Höhe der Kinderwägen.

Eine Kleinstadt jährlich! Ein weiteres Beispiel: Die  Anzahl der Leukämiefälle im Nahbereich stark befahrener Straßen verdoppelt sich für Kinder unter 6 Jahren. Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern die neben Autobahnen wohnen. Lärm ist ein weiterer Faktor der von Elektrofahrzeugen besonders in der Stadt positiv beeinflusst wird.

Eine weitere Studie aus London zeigt, dass die Luftqualität erhebliche Auswirkungen auf die Herz- und Kreislauffunktion hat.

Respiratory and cardiovascular responses to walking down a traffic-polluted road compared with walking in a traffic-free area in participants aged 60 years and older with chronic lung or heart disease and age-matched healthy controls: a randomised, crossover study

 

 

 

Für Wertschöpfung im eigenen Land: Milliarden von EURO für fossile Treibstoffe fliessen in Länder und in Organisationen mit fragwürdigen politischen Systemen und Zielen. Eine Vielzahl von Kriegen wurden und werden wegen Erdölprodukten geführt. Die Wertschöpfung für fossile Treibstoffe im Inland ist gering. Elektrische Energie führt zu hoher Wertschöpfung im Inland. Bereits bei der Produktion von Anlagen für erneuerbare Energie kommen zahlreiche Schritte in der Wertschöpfungskette im Inland zum Tragen. Die eigentliche Energieproduktion ist dann über viele Jahre hinweg ein lokales Produkt mit geringen Transport- und Leitungswegen.


Ist E-Mobilität wirklich umweltfreundlich, gesund und effizient?

Ein klares Ja ist die Antwort. Eine ausgezeichnete Informationsquelle dazu stellt der Faktencheck des KLIMA und ENERGIEFONDS in Zusammenarbeit mit dem VCÖ dar.

Eine Studie der VUB University Belgien  publiziert im Guardian  belegt die deutlich bessere Umweltbilanz von E-Autos selbst bei der Nutzung von Kohlestrom: “Electric cars emit significantly less greenhouse gases over their lifetimes than diesel engines even when they are powered by the most carbon intensive energy, a new report has found”


Ist E-Mobilität überhaupt ohne massiven Ausbau der Kraftwerke machbar?

Ja, Eine vollständige Elektrifizierung der gesamten deutschen oder österreichischen Fahrzeugflotte (PKW und LKW) wäre ohne den Ausbau der Kraftwerke bereits heute möglich.  Die benötigte Energie von 20 % für den gesamten PKW Verkehr und weitere 10% für den gesamten LKW Verkehr kann von den derzeit in Betrieb befindlichen Kraftwerken abgedeckt werden, wenn die Ladung zeitoptimiert erfolgt. Die Ladung wird dabei durch das ENIO Ladestellenmanagement automatisiert in die Verbrauchstäler gelegt und dann erhöht, wenn erneuerbare Energie verfügbar ist. Derzeit muss erneuerbare Energie oftmals mit hohen Kosten vernichtet werden da kein Abnehmer verfügbar ist. Das Elektroauto stellt den optimalen Verbraucher dar, der seinen Bedarf nach der Produktion richten kann.

In der nachstehend Grafik wird der Energiebedarfsverlauf in Haushalten und Industrie dargestellt. Die Grüne Kurve stellt die Intensität der Ladung von Elektrofahrzeugen im Zeitverlauf dar. In Zeiten geringeren Bedarfs in den Haushalten und der Industrie wird geladen. In Zeiten, in denen besonders viel erneuerbare Energie zur Verfügung steht, werden Elektrofahrzeuge intensiver geladen. Diese Energiemengen müssen derzeit oft kostspielig vernichtet werden, da dem Angebot keine Nachfrage gegenübersteht. Mit der Elektromobilität wird erneuerbare Energie wieder ein Stück wirtschaftlicher. Ein weiterer Ausbau wird vorangetrieben und kann nicht erneuerbare Energiequellen ersetzen. 

Eine Verschiebung der Last um mehrere Tage ist bei Fahrzeugen mit Reichweiten um die 250km im Regelfall keine Problem.

Strom für Elektromobilität

Zum Thema Ressourcenverbrauch – Klimabelastung – Umweltbelastung und Gesundheitsrisiko von fossilen und Elektrofahrzeugen auch eine Grafik aus der Schweiz.

Quelle: Der Tagesanzeiger – Schweiz


Die dümmste Art Strom für E-Mobilität zu produzieren spart schon 15% der gesamten Energiemenge Österreichs – immer noch besser als fossil zu fahren!

Woher soll den der ganze Strom kommen wenn sich die E-Fahrzeuge vermehren? Rund 15 bis 20% mehr elektrische Energie würden wir benötigen, wenn alle PKW elektrisch werden. rechnet man die LKW und Busse hinzu wären es rund 28% zusätzliche kWh. Das erscheint auf dem ersten Blick sehr viel. Auf den Gesamtenergiebedarf aller Energieträger bezogen sind das gerade mal 5,6% mehr. Gleichzeitig sinkt aber der Energieverbrauch in Form fossiler Treibstoffe um  30%. In Summe wäre daher eine Reduktion des Gesamtenergiebedarfs um 24,4% möglich. So viel wäre es wenn wir den Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren (und das ist möglich, soll aber an andrere Stelle gezeigt werden).

Was wäre aber wenn es wir Wind- und Sonnenenergie nicht ausbauen und keine zusätzlichen Wasserkraftwerke betreiben?

Würde man die derzeit im PKW verbrannten fossilen Treibstoffe in thermischen Kraftwerken verheizen und damit Strom für E-Fahrzeuge erzeugen würde der Gesamtenergieverbrauch Österreichs um 15% sinken (in D ähnlich). Der Grund ist einfach. 70-80% der Energie von fossilen Fahrzeugen geht als Wärme ungenutzt verloren.  In thermischen Kraftwerken kann die Abwärme über Kraft-Wärme Kupplung genutzt werden. Neben der Produktion von elektrischer Energie würde damit thermische Energie für Heizung und andere Anwendungen nutzbar. Diese Energie (15% des österr. Gesamtenergiebedarfs) kann fossile Brennstoffe die derzeit für die Heizung eingesetzt werden somit ersetzen.

Es stehen uns jedoch ausreichende Möglichkeiten der erneuerbaren Energie zur Verfügung um diese dümmste Art erst gar nicht vollumfänglich anzugehen. In einigen Bereich könnte es aber durchaus sinnvoll sein. 

Wie die Zusammenhänge sind zeigt nachstehende Grafik (c) ENIO. 

Die dümmste Art Strom für E-Fahrzeuge zu produzieren wäre daher um 15% effizienter als fossile Mobilität beizubehalten.


 

Vergleich der Verkehrsmittel in Bezug auf Emissionen:

Auch wenn die Bahn das umweltfreundlichste Fahrzeug in Bezug auf Emissionen darstellt, das E-Fahrzeug folgt gleich dahinter.

Nicht reduzieren kann das E-Auto andere mit dem Verkehr verbundene Probleme wie Platzverbrauch, u.a. für diese Bereiche ist eine Neukonzeption der Mobilität mit mehr öffentlichem Verkehr, Radwege, Carsharing erforderlich. Die Notwendigkeit diese Bereich zu adressieren sollte uns aber nicht davon abhalten jetzt die Emission des Individualverkehr mit dem PKW und LKW zu reduzieren.  


Gas, Wasserstoff oder Batterieelektrisch?

Bei der Frage nach alternativem Antrieb werden sehr oft Gas und Wasserstoff als Optionen besprochen. In der Gesamtenergiebilanz von der Produktion über den Verbrauch schneiden diese Energien jedoch schlecht ab. Batteriebetriebene Fahrzeuge haben sowohl in der Ökobilanz als auch in der Emission lokaler Schadstoffe einen klaren Vorteil.

Die ganze Studie dazu: Studie des Umweltbundesamts Österreich zur Ökobilanz veschiedener Antriebsarten

Weiterführende Links:

FETTER TESLA SAUBERER ALS EIN KLEINER FORD!

FAHRZEUGEFFIZIENZ STUDIE VON PWC

 

 

 

 


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